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Bay Mir Bistu Sheyn – 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

Deine Musik – Deine Stimme – Dein Video!

Anmeldung

Bei Rückfragen und Interesse an den Workshops wendet Euch gerne an Nina Zimmer (nina.zimmer@kas.de) oder Jonathan Kraushaar (jonathan.kraushaar@kas.de).

Du interessierst Dich für Sprache und Musik? Du hast Lust, mit anderen jungen Menschen aus ganz Deutschland online an einem kreativen Projekt zu arbeiten? Dann bist Du bei uns genau richtig! 

Wer kann dabei sein?

Anmelden können sich interessierte Gruppen wie Schulklassen (ab Klassenstufe 10), FSJler-Seminare oder Jugendgruppen, aber auch einzelne Personen.

Was planen wir?

In den Online-Workshops nähert sich die Gruppe gemeinsam mit den Workshop-Leitungen (Musikern und Künstlern) dem Thema jüdischen Leben an und erstellen dazu ein Bild-, Video oder Tonprodukt ihrer Wahl. Das Ziel der Workshops ist es, dass sich junge Menschen auf spannende und aktive Weise damit auseinandersetzen, wie das Judentum auch unsere Kultur mitgestaltet hat und wie Judentum heute aussieht sowie Vorurteile gegenüber jüdischen Menschen abzubauen.

Wie läuft das Ganze ab? 

Auftaktveranstaltung

Am 29. April um 18:30 Uhr findet eine Online-Auftaktveranstaltung statt, bei der Du die Künstlerinnen und Künstler kennen lernen kannst und wir uns damit beschäftigen, was hinter dem Jubiläum „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ steckt.
Ben Salomo und Sarah Borowik-Frank werden als Gastredner davon erzählen, was für sie jüdisch zu sein bedeutet und wie sie das Jubiläumsjahr ganz persönlich erleben.

Kreativ-Workshops

Die genauen Termine und Zeiten der einzelnen Kreativ-Workshops werden mit der Gruppe und den jeweiligen Workshopleitern vereinbart. Die Workshop-Gruppen treffen sich an verschiedenen Terminen im Mai. Du musst nicht zwingend an jedem Workshop-Abend dabei sein. Ende Mai wird eine Abschlussveranstaltung stattfinden, in der alle Gruppen ihre Ergebnisse vorstellen können. 

1. Workshop

Hamakom, Spitz und Hummus

Auf dem Weg

Leitung: Katrin Schüler-Springorum (Komposition, Gitarren, Bitwig Certified Trainerin), Emilia Lomakova (Komposition, Violoncello) & Noga Sarai-Bruckstein (Pädagogik, Violine)

Hörstück, Lieder, Musik – Annäherung durch Gespräche, Geschichten, Bilder 

In Berlin, so wie in anderen deutschen Großstädten ist in den vergangenen Jahren eine sehr lebendige und vielseitige jüdische Kulturszene entstanden. Diese wird geprägt von den religiösen Gemeinden, der säkularen Bevölkerung, Einwanderinnen und Einwanderer aus (Ost)Europa, sowie einer großen Community junger israelischer Künstlerinnen und Künstler. Die Kultur, die dabei entsteht, erzählt unzählige Geschichten, die tief in der jeweiligen Historie verankert sind, sich überlagern, sich ergänzen oder nie begegnet sind.

Wir wollen uns diesem „Melting Point“ in Gesprächen, Geschichten, Bildern annähern und uns dabei zu Musik, Sounds, Klängen, Sprache und deren Echos inspirieren lassen. Am Ende stehen ein Hörstück, Lieder oder einfach Musik.

Es sind keinerlei Vorkenntnisse nötig. Softwareseitig arbeiten wir mit der Freeversion von Bitwig Studio Bitwig 8 Track.

2. Workshop

Die Golem-Sage

Zeitraum: zwischen 17. und 22. Mai

Leitung: Hanna Viehöfer-Jürgens, Chris Fischer, Hans Narva

Musik, gesprochene Sprache, Bild, Animation und Film

Die jüdische Sagengestalt ist eine Legende, eine Metapher, ein Sinnbild – und längst nicht mehr (nur) aus Lehm. In der romantischen Literatur, in der der Filmgeschichte, in der Entwicklung von Robotern und Computern oder in den Souvenirläden dieser Welt suchen wir unsere „Gehilfen“. Dabei fragen wir uns: Könnte unser Golem singen? Falls ja, wovon?
Welche „Golems“ erlebt ihr im Alltag? Welche Ambivalenzen prägen das moderne Leben – besonders auch das Zusammenleben jüdischer und nichtjüdischer Menschen in Deutschland?
Wir suchen gemeinsam nach unseren Verbindungen zur Golem-Sage, zu 1700 Jahren jüdischem Leben in Deutschland – und zur jüdischen Musik im besonderen.
In unserem Workshop wechseln sich Recherchephasen mit Improvisationen, Arrangements und Komposition (Musik, gesprochene Sprache, Bild/Animation, Film….) ab und am Ende entsteht vielleicht ein weiteres Kapitel der Golem-Sage!?

3. Workshop

Bei mir biste Scheen

Handyvideos, szenisches Spiel, Text, Sprache und Musik

Leitung: Robert Beckmann, Ulrike Kretschmer

Das Gleichnis der Ringparabel Lessings wird als Mittel der Produktion bedacht werden. Der Workshop beinhaltet u.a. das Aufnehmen von kleinen Videoclips, Szenen und Geräuschen diverser Alltagssituationen unterschiedlichster, sowie Instrumentieren und Schnitt der Videos.

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4. Workshop

SCHLIMMER GEHTS IMMER 

Storytelling und Musikworkshop

Zeitraum: zwischen 04. und 07. Mai

Leitung: Santiago Blaum (Komposition, Regie) & Rahel Savoldelli (Schauspiel, Regie) 

In unserem Workshop nehmen wir einen jüdisch polnischen Witz über einen Mann, dem zu Hause die Decke auf den Kopf fällt und deshalb einen ziemlich unorthodoxen Rat des Rabbis folgt, zum Ausgangspunkt über die Frage: was macht mich eigentlich zufrieden? Und wie der Wechsel einer gewohnten Perspektive ein halbleeres Glas halbvoll macht.

Wer Lust hat sich mit dem berühmten jüdischen Humor zu beschäftigen und sich im Geschichtenerzählen üben mag, sowie Spaß an Musik hat und gerne singt oder auch gerne zeichnet, der ist bei uns herzlich willkommen. Kennt ihr die App Stop Motion? Damit wollen wir unsere Stories illustrieren. Ziel ist es, unsere Version des Witzes von SCHILMMER GEHTS IMMER in Bild und Ton in drei Akten und einem schönen Epilog in einem Kurzfilm zu präsentieren.